Ausflug nach Berlin 2019

Holi Hotel

Der Trip war eigentlich schon lange auf der Liste. Katrin schenkte mir vor drei Jahren einen Gutschein zum Geburtstag. Er beinhaltete zwei Übernachtungen im Holi Hotel Berlin. Die Idee dahinter ist wirklich witzig, die Herberge besteht aus Betontürmen. Vier Stück an der Zahl, jeder mit etwa 2,50 Meter im Durchmesser und 3-etagig. Dabei mangelte es an nichts – Dusche, WC, Schlafplätze, TV und Telefonanschluss, Treppe und Kleiderhaken – alles vorhanden. Einzig ein Wasserkocher fehlte.

Holi Hotel Berlin

Egal, wir hatten eh nicht viel Zeit und sind darum gleich zur U-Bahn, um uns am Alexanderplatz Karten für den Fernsehturm zu sichern. Die Menschenmassen die uns prophezeit worden sind fehlten. Also haben wir den Tagesordnungspunkt kurzerhand vorgezogen und sind hochgefahren. Das Wetter war hervorragend und die Fernsicht ging so. Meine persönliche Meinung ist: Der Blick von oben macht Berlin nicht schöner.
Gleich im Anschluss fuhren wir zum Potsdamer Platz, wieder ging’s ins luft’ge Sphär`. Im Panoramapunkt fährt man mit dem schnellsten Fahrstuhl Europas innerhalb von wenigen Sekunden ins 24. Stockwerk. Die Fahrt wird dabei überhaupt nicht wahrgenommen, keine Beschleunigung, kein Druck in den Ohren – erstaunlich. Nachdem wir im Panoramacafe´ eine Pause eingelegt hatten, wollten wir noch nicht wieder zurück in unsere Unterkunft. Unweit des Potsdamer Platzes befindet sich das Holocaust Mahnmal. Irgendwie hat jeder schon mal davon gehört und wenn wir schon mal hier sind, warum nicht. Ich bin mir nicht sicher was ich erwartet habe, Betonklötze und Stille, so etwas in der Art. Die Betonklötze waren da, aber das dann ganze Schulklassen dort drin Verstecken und Fangen spielen, hat mich irgendwie verwirrt. Immerhin war nichts vollgeschmiert – das ist ja auch was wert. Je dunkler es mittlerweile wurde, umso größer wurde auch unser Hunger. Wir fuhren zurück nach Lichtenfeld und kehrten im Salsa, einem mexikanischen Restaurant, ein. Schon nach kurzer Zeit wurde uns ein leckeres Essen serviert. OK, es war nicht das was wir bestellt hatten. Ein kurzes Gespräch mit dem Kellner behob den Fehler, das Essen wurde zum Nachbartisch gebracht. Auch wir bekamen unsere Bestellung noch, es hat ausgezeichnet geschmeckt, war reichlich und preiswert.

Taxidemo
Taxidemo

Nach einer etwas unruhigen Nacht brachen wir nach dem Frühstück auf. Da es gestern mit der Stadtrundfahrt nicht mehr geklappt hatte, holten wir es heute nach. Im Doppeldeckerbus ging es vom Alexanderplatz aus los. Alle relevanten Sehenswürdigkeiten Berlins wurden dabei angefahren. Kurz vor Ende der Rundfahrt mussten alle Fahrgäste den Bus verlassen. Grund dafür war eine Demo der Berliner Taxifahrer. Sie legten den kompletten Verkehr in der Berliner Innenstadt lahm.
Anschließend fuhren wir mit U- und S-Bahn nach Gesundbrunnen. Im dortigen Bahnhof beherbergen die Berliner Unterwelten e.V. verschiedene Ausstellungen. Leider war Mythos Germania an diesem Tag nicht zu besichtigen. Wir switchten um und buchten eine Führung über die Bunkeranlagen im kalten Krieg.

Schwedter Steg

Da wir einmal in der Gegend waren, haben wir uns noch Stelle angesehen, an der Katrins Onkel 1964 nach Westberlin geflüchtet ist. Durch einen Vergleich mit alten Bildern konnte man die Stelle relativ gut ausmachen.
Es ist erstaunlich, wie schnell die Zeit rennt. Der Nachmittag war schon wieder fast vorbei. Nach einer notwendigen Stärkung wollte ich dann unbedingt noch ins Spionagemuseum, unweit des Potsdamer Platzes. Das Durchschreiten des Selbigen nahm dann auch noch mal einige Zeit in Anspruch. Ich hatte mir aber mehr davon erwartet. Zu sehen ist ein Abriss der Geschichte der Spionage von vorchristlicher Zeit bis zum heutigen Tage. Man kann sich selbst in Kryptographie versuchen, Kuriositäten wie die BH-Kamera etc. sind natürlich auch zu bewundern.


Impressionen vom Berlin Ausflug

Thomas Götze

Thomas Götze

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